Im Projekt „Mobilität mit Demenz“ der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg werden musikbasierte Bewegungsprogramme für Menschen mit Demenz entwickelt. Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit sich diese auf motorische und kognitive Fähigkeiten sowie die Lebensqualität auswirken. Das von den Ersatzkassen geförderte Projekt wird in vier Einrichtungen umgesetzt. Ziel ist es, die konzipierten Übungen auf ihre Durchführbarkeit mit demenziell erkrankten Bewohnenden zu testen und ein Handbuch für stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen entstehen zu lassen.

Konzept der musikbasierten Bewegungsprogramme
Die 60-minütigen Einheiten finden zweimal pro Woche über sechs Monate statt. Das Hauptaugenmerk liegt auf Koordination, Kräftigung sowie der Gleichgewichtsfähigkeit. Die Musik wird genutzt, um die Teilnehmenden zu motivieren und den Bewegungsrhythmus vorzugeben, um die Trainingsintensität zu erhöhen bzw. an das Leistungsniveau anzupassen. Für die im Sitzen durchzuführenden Übungen werden Bälle, Gummiringe, Gymnastikstäbe oder auch Reissäckchen verwendet. Nach einer kurzen Erwärmungsphase werden Sitztänze integriert, die die Koordination der Teilnehmenden fordert, aber auch einen kognitiven Anteil besitzen, da Choreografien gelernt und diese aus dem Gedächtnis wieder abgerufen werden müssen. Zum Schluss finden Gruppenspiele statt, die insbesondere die soziale Interaktion fördern, bevor das Training mit einer „Cool-down-Phase“ beendet wird.