Im Rahmen des Projektes stehen die Gesundheit und das Wohlbefinden älterer Menschen nach dem Erwerbsleben im Mittelpunkt. Ziel des Projektvorhabens ist, in fünf ländlichen Quartieren Rahmenbedingungen vor Ort so zu verändern, dass es älteren, oft allein lebenden Personen ermöglicht wird, mehr für ihre Gesunderhaltung zu tun.

Im Ergebnis können zum Beispiel durch Quartiersbegehungen Hindernisse identifiziert werden, die älteren Menschen mit Gehhilfe das sichere Erreichen ihres Ziels erschweren, es kann eine regelmäßige Sitzgymnastikgruppe entstehen oder auch nur auf bestehende gesundheitsfördernde Angebote gezielter als bisher aufmerksam gemacht werden.

Vorgehen
An jedem Standort koordiniert eine geschulte Mitarbeiterin der AWO die Projekt­ums­etzung vor Ort. Dies beinhaltet zum Beispiel die Gründung einer Steuerungs­gruppe, bestehend z. B. aus Akteuren der Gemeinde oder des Sportvereins. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe verschaffen sich einen Überblick darüber, welche gesund­heits­förder­lichen Maßnahmen bereits vorhanden sind und analysieren die Gegebenheiten vor Ort. Alsdann wird in jedem Quartier eine „Ideenwerkstatt“ durch­geführt. Über dieses Veranstaltungsformat können die älteren Bürgerinnen und Bürger sowie relevante Akteure vor Ort Ideen für ein gesundes Altern entwickeln und diskutieren und ihr Quartier dadurch aktiv mitgestalten. Anknüpfend an die Veranstaltung gestalten Arbeitsgruppen ausgewählte Ideen aus und sorgen für eine anschließende Umsetzung.

Der Projektverlauf wird vom Institut für Gerontologische Forschung e. V. evaluiert und von einem aus Politik, Wissenschaft und Praxis besetzten Projektbeirat begleitet.

Nachhaltigkeit
Im Rahmen des Projektes werden relevante Akteure vor Ort in den Austausch gebracht. Über die entstehende Vernetzung und Kommunikation sowie die Sensibilisierung für die Gesundheit der Älteren, soll die Basis gelegt werden, auch nach Projektende im Gespräch zu bleiben. Die entstehenden Maßnahmen sind zudem an den Bedürfnissen der Ziel­gruppe vor Ort orientiert. So besteht eine höhere Chance, dass diese auch länger­fristig angenommen und umgesetzt werden.

Ein Manual bündelt abschließend die gewonnenen Projekterkenntnisse und beschreibt konkret, mit welchen Maßnahmen und Ansätzen die Gesundheit älterer Menschen im Quartier gestärkt werden kann.