
Pflege mit Respekt – Prävention von Gewalt im Alltag
Mit dem Projekt „Pflege mit Respekt – Prävention von Gewalt im Alltag“ setzt die Bremer Heimstiftung ein klares Zeichen für mehr Wertschätzung und Sensibilität in der Pflege. Ziel ist es, Gewalt im Pflegealltag nachhaltig vorzubeugen und eine offene, respektvolle Kultur zu stärken. Ausgangspunkt ist ein umfassendes Verständnis von Gewalt: Neben körperlichen Übergriffen werden auch psychische, verbale und strukturelle Formen berücksichtigt. Denn hohe Belastungen, Zeitdruck und komplexe Anforderungen können dazu führen, dass grenzüberschreitende Situationen entstehen – oftmals unbewusst.
Das Projekt wird im Stadtteilhaus Kattenesch umgesetzt und in zwei weiteren Einrichtungen erprobt. So sollen erfolgreiche Maßnahmen auf andere Häuser übertragbar sein. Ein besonderer Fokus liegt auf der aktiven Einbindung aller Beteiligten: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Bewohnerinnen und Bewohner und Angehörige bringen ihre Perspektiven ein und gestalten den Prozess gemeinsam.
Auf Grundlage von Bestandsanalysen werden praxisnahe Maßnahmen entwickelt. Dazu zählen Schulungen, Deeskalationstrainings sowie Verbesserungen in Kommunikation und Arbeitsorganisation. Ergänzend kommen digitale Lernangebote zum Einsatz, die den Wissenstransfer im Alltag unterstützen.
Eine externe Evaluation stellt sicher, dass die Maßnahmen wirksam und nachhaltig sind. Die Ergebnisse werden anschließend in eine Handlungsleitlinie „Gewaltfreie Pflege“ überführt – als Grundlage für eine langfristige Verankerung im Pflegealltag und eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Pflegekultur.
Projektinfo
Bundesland:
Bremen
Laufzeit:
Mai 2026 bis April 20230
Projektpartner:innen:
Bremer Heimstiftung
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