Bedingt durch die demografische Entwicklung rückt das Thema „Sucht im Alter“ deutlicher in den Fokus. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wird der Anteil der älteren Menschen im Vergleich zu 2020 um bis zu 22 Prozent bis 2035 zunehmen.

Parallel zeigt sich in den Jahresberichten der Deutschen Suchthilfestatistik ein kontinuierlicher Anstieg der Fallzahlen in den ambulanten und stationären Suchthilfeeinrichtungen. Die Anfragen und Beratungen der (über) 60-jährigen haben sich in den Beratungsstellen nahezu verdoppelt.

Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, soll im Landkreis Karlsruhe durch eine gezielte Präventionsstrategie ältere Menschen und ihr Umfeld zu den Risiken des Suchtmittelkonsums sensibilisiert werden.

Durch die Projektleitung der dortigen Suchtbeauftragten soll in enger Kooperation mit der Altenhilfefachberatung, den Pflegestützpunkten, Vertretung der Träger der Altenhilfe und Suchthilfe AGJ und bwlv sowie dem Kreisseniorenrat sollen Multiplikatorenschulungen für Mitarbeitende in ambulanten und stationären Altenhilfeeinrichtungen angeboten werden, als auch die Auszubildenden zur Altenhilfefachkraft im Themengebiet Sucht im Alter fortgebildet werden. Des Weiteren sollen Seminare für Angehörige über die Pflegestützpunkten durchgeführt werden sowie Angebote für ältere Menschen zur Bewältigung gesundheitlicher Herausforderungen, insbesondere des Tabak- und Alkoholkonsums im Alter, umgesetzt werden.

Ziel des Projektes ist es, feste Strukturen zu etablieren, um Sucht im Alter vorzubeugen, Seniorinnen  und Senioren sowie ihre Angehörige zu Suchtmitteln zu sensibilisieren sowie die Fortbildung von Fachkräften bzw. von Auszubildenden professionell zu begleiten.