Der Umzug in ein Pflegeheim weckt bei pflegebedürftigen Menschen häufig die Angst zunehmend auf fremde Hilfe und auf Unterstützung in der Verrichtung alltäglicher Tätigkeiten angewiesen zu sein.

Um eine größtmögliche Unabhängigkeit der Pflegeheimbewohnenden zu gewährleisten, bedarf es der Erhaltung und Förderung ihrer Bewegungsfähigkeit. Durch die im Rahmen des Projektes entwickelten mobilitäts- und bewegungsfördernden Maßnahmen - wie beispielsweise kognitives Aktivierungstraining, Armtraining für gehbehinderte Bewohnenden oder leichtes Krafttraining - sollen die Bewohnenden in ihrer Mobilität und Selbstständigkeit bestärkt werden.

Bisher werden Bewohnende mit kognitiven und / oder physischen Einschränkungen in den angebotenen Maßnahmen in Pflegeheimen noch unzureichend berücksichtigt, was zu einer Verschlechterung ihrer gesundheitlichen Situation beitragen kann. Auch diesem Umstand widmet sich das Projekt. Das Projekt und die daraus resultierenden Angebote sollen für alle Bewohnenden im Pflegeheim erreichbar sein. Dabei gilt es, die  vorhandene Bewegungsfähigkeit zu erhalten und durch gemeinsame körperliche Aktivitäten zu stärken. Das Gefühl von Gemeinschaft ist hierbei ein positiver Nebeneffekt.  Das intern gegründete Projektteam wird im Rahmen einer Befragung den Bewegungsbedarf der Bewohnenden erheben und mit ihnen gemeinschaftlich das Konzept erarbeiten und umsetzen.

Die Maßnahmen sollen nachhaltig in der Einrichtung etabliert und fortlaufend durch einen internen Qualitätszirkel evaluiert werden. Die Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Qualitätszirkel sollen zukünftig in weiteren Einrichtungen und ambulanten Diensten des Trägers Anwendung finden. Zudem werden Bewohnende, ihre Angehörigen und die Mitarbeitenden aktiv in die gesundheitsfördernde Gestaltung des Pflegeheims eingebunden. Ziel des Projektes ist es, die Selbstständigkeit und Lebensqualität der Bewohnenden zu fördern und sie in ihren Alltagskompetenzen zu stärken.