Durch das Präventionsprojekt sollen Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren, insbesondere aus suchtbelasteten Familien, erreicht werden. Dazu wird in spezifischen Settings angesetzt, in denen die Zielgruppe anzutreffen ist: in Einrichtungen der Jugendhilfe sowie von Berufsbildungsträgern.

Hier werden Angebote zum Thema „Sucht in der Familie“ umgesetzt, die zuvor in Kooperation mit der Fachstelle für Suchtprävention Berlin entwickelt wurden. Das Projekt hat das Ziel, die persönlichen und sozialen Lebenskompetenzen der betreffenden Jugendlichen zu fördern, sie von Schuld- und Schamgefühlen zu entlasten und in ihrer Entwicklung zu stärken. Sie sollen darin unterstützt werden, das Thema Sucht in der Familie zur Sprache bringen zu können und entsprechende Hilfestellungen an die Hand bekommen. Darüber hinaus werden konkrete Stellen benannt, wo sie sich bei Bedarf Unterstützung holen können.

Die Mitarbeitenden in den beteiligten Einrichtungen werden durch eine Schulung für die Thematik „Sucht in der Familie“ sensibilisiert und im diesbezüglichen Umgang mit betroffenen Jugendlichen geschult. Gegebenenfalls werden die Eltern selbst eingebunden. Die Qualifizierung der Mitarbeitenden wird durch ein eigens entwickeltes Handbuch unterstützt. Zur Unterstützung der Nachhaltigkeit werden außerdem einrichtungsinterne Konzepte entwickelt, um das Thema in die bestehenden Strukturen der Einrichtungen zu integrieren. In diesem Zusammenhang werden auch die eigenen Regeln im Umgang mit Suchtmittelkonsum in den Einrichtungen hinterfragt und gegebenenfalls angepasst.

Die Einrichtungen sollen grundsätzlich darin unterstützt werden, in einem weiteren Bereich (hier: Sucht) einen konstruktiven Umgang mit Jugendlichen und ihrem eventuell problematischen Verhalten zu finden. Um Jugendlichen bei Bedarf passende Hilfsangebote zu vermitteln, werden bestehende Kooperationen mit Partnern analysiert und gegebenenfalls thematisch erweitert.