In drei Stadtteilen mit Entwicklungsbedarf in Delmenhorst wollen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter und Gesundheitsfachkräfte das Wissen über gesundheitsförderliche Angebote für junge Familien verbessern und gemeinsam mit Eltern und Kindern neue Ideen für gesundheitsförderliche Nachbarschaften entwickeln.

So wird das Wohnumfeld gemeinsam mit den Familien neu entdeckt und „gesund und bunt“ erlebt.

Angebote für junge Familien – was gibt es bereits?
Einzelinterviews mit Schlüsselpersonen und wichtigen Anlaufstellen im Stadtgebiet ergaben eine Übersicht über bereits bestehende gesundheitsförderliche Angebote für Familien mit Kindern im Vorschulalter. Die Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner stammten vor allem aus den Bereichen der Sozialen Arbeit, dem Bildungs- und Erziehungs­sektor sowie dem Gesundheitswesen. Es entstand eine Angebots-Landkarte, die Transparenz über Akteure und Maßnahmen schafft und gleichzeitig die Basis für die Vernetzung relevanter Institutionen darstellt. 

Bedürfnisse von jungen Familien – was fehlt noch?
Einzelgespräche mit jungen Familien aus den Nachbarschaften haben die Bedürfnisse der Zielgruppe deutlich gemacht. Aus der Sicht der Familien mangelt es vor allem an Bewegungs­angeboten für Eltern mit ihren Kindern. Die eigene Nachbarschaft wird zudem nicht als ein Ort erlebt, der zu gemeinsamen Aktivitäten und gemeinsamer Freizeitgestaltung einlädt.

Gesund und bunt. Gemeinsam in Delmenhorst – was bietet es?
Im neu gegründeten Netzwerk „Gesund und bunt“ stehen Vertreterinnen und Vertreter zum Beispiel der Gemeinwesenarbeit, von Bildungseinrichtungen, Sportvereinen sowie Ärztinnen und Ärzte regelmäßig miteinander in Kontakt, um sich persönlich kennenzu­lernen, Informationen auszutauschen und sich bei ihrer Arbeit mit und für junge Familien gegenseitig noch besser zu unterstützen. In neu entwickelten „Spielspazier­gängen“ erkunden junge Familien zusammen mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern aus den Nachbarschaftszentren und Gesundheitsfachkräften Orte in ihrem Wohnumfeld, an denen sie gemeinsam aktiv sein können. Spielerisch und in nachbarschaftlicher Gemeinschaft wird so ein Beitrag zur Bewegungsförderung für junge Familien in sozial benachteiligten Stadtteilen geleistet.